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Wonder Workshop Pressemeldung

Medienerziehung: Was Eltern heute schon tun können und sollten

  • 45 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen lernen weder in der Schule noch zu Hause den Umgang mit digitalen Medien
  • Studienergebnisse und Experten benennen Handlungsbedarf bei Erziehung in digitalisierter Welt
  • Expertentipps für Eltern zur Förderung der Digitalkompetenzen von Kindern

Hamburg / Berlin, 15.11.2017 – 

Smartphone, Tablet und Co. sind für Kinder heute eine Selbstverständlichkeit – bereits im Grundschulalter nutzen drei von vier Kindern digitale Geräte. Deshalb fordern knapp zwei Drittel der Eltern, dass Kinder verstehen lernen, wie digitale Technologien funktionieren und wie sie ihr Nachwuchs aktiv für sich einsetzen kann. Das sind weitere Ergebnisse der Studie „Kompetenzen 4.0: Kinder im Umgang mit digitalen Medien“, die sich aus einer repräsentativen forsa-Umfrage* sowie einer FACT-Umfrage** im Auftrag von scoyo und Wonder Workshop zusammensetzt. Die Studie zeigt jedoch auch: Derzeit wird nur gut die Hälfte der Grundschüler zu Hause oder in der Schule im Umgang mit digitalen Medien geschult. Das wäre aber bei allen Kindern bereits mit der ersten Nutzung notwendig. 
 
Eltern sind Hauptvermittler digitaler Kompetenzen, Schulen bieten momentan keine Entlastung
 
Derzeit tragen vor allem Eltern die Verantwortung, ihren Kindern Digitalkompetenzen zu vermitteln. Sie sind laut forsa-Studie Ansprechpartner Nummer Eins und erwarten von Schulen aktuell keine Entlastung: Mehr als die Hälfte (51 Prozent) bewerten die Leistung der Grundschule mit weniger gut bis überhaupt nicht existent. Gleichzeitig fühlt sich gerade einmal jedes vierte Elternteil wirklich sicher mit den Anwendungen, die ihre Kinder nutzen.
 
Auf welche Kompetenzen es also ankommt und wie Eltern ihre Kinder konkret begleiten können, haben Digital- und Erziehungsexperten im Oktober bei einer Diskussionsrunde in Berlin zusammengestellt.
 
Medienerziehung: Vier alltagstaugliche Experten-Tipps für Eltern
 
Folgende vier Ansatzpunkte in der Medienerziehung haben die Experten für Eltern dabei herausgestellt:
 
  • Eigenes Wissen aneignen: 93 Prozent der befragten Kinder aus der FACT-Studie wenden sich bei Fragen rund ums Internet und dessen Anwendungen an ihre Eltern. Doch wollen Eltern die Apps und Spiele verstehen, die bei ihren Kindern angesagt sind, müssen sie diese selber spielen. Eltern sollten mindestens über genauso viel Wissen wie ihre Kinder verfügen und ihnen nicht die Informationshoheit über die neuen Medien überlassen.
  • Co-Learning: Eltern müssen nicht immer ihren Kindern voraus sein – und können es oft auch nicht. Sie müssen aber bereit sein, die digitale Welt zusammen mit dem Kind zu erforschen und gemeinsam zu lernen. Béa Beste, Schulgründerin und Bloggerin, stellt das Co-Learning hier im Video vor: „Bei diesem Konzept werden die Stärken beider Seiten zusammengebracht: Das Kind wird die Technik intuitiv verstehen, die Eltern dagegen können ihre Sicht einbringen und dem Kind einen Blick hinter die Kulisse ermöglichen.“
  • Regeln aufstellen, die für alle gelten: Eltern können für die Nutzung von digitalen Medien entsprechende Regeln aufstellen – an die sie sich selbst halten sollten. Schließlich prägen auch sie mit ihrem Medienverhalten den Umgang ihrer Kinder mit Smartphone & Co. Zum Aufstellen gemeinsamer Regeln hilft z. B. ein familiärer Mediennutzungsvertrag, der auf der Website www.mediennutzungsvertrag.de erstellt werden kann.
  • Erfahrungen machen lassen, aber begleiten: "Kinder sollen auch in der digitalen Welt ihre eigenen Erfahrungen machen. Eltern müssen das zulassen, sie aber gleichzeitig begleiten und unterstützen", so Béa Beste im Video-Statement. Für die ersten Schritte können Eltern passende Apps auswählen, etwa in der Datenbank „Apps für Kinder“ des Deutschen Jugendinstituts. Bevor eine App auf dem Smartphone der Kinder installiert wird, sollten Eltern die Nutzungsbedingungen lesen. Hier können sie zum Beispiel auch entnehmen, ab welchem Alter die App genutzt werden darf.
Welche Kompetenzen müssen Kindern vermittelt werden?
 
Die Expertenrunde war sich zudem einig: Nicht alle Kinder müssen Programmierer werden, um zu aktiven und mündigen Nutzern digitaler Medien heranzuwachsen. Doch welche Kompetenzen gilt es mit Blick auf die Arbeitswelt 4.0 zu vermitteln?
 
  • Soziale und interkulturelle Kompetenz: Bedeutend ist eine grundlegende soziale und interkulturelle Kompetenz für die reale und die virtuelle Welt: Kinder müssen verstehen, dass bei der Kommunikation im Netz am anderen Ende ein Mensch sitzt. Wie in der realen Welt ist auch in der virtuellen gegenseitige Rücksichtnahme Pflicht.
  • Kreatives Denken: Kinder sollen ermutigt werden, starre Denkmuster und etablierte Lösungswege zu hinterfragen. In einer sich immer rascher drehenden Welt ist es nötig, neue und innovative Wege zu gehen und flexibel auf Veränderung zu reagieren. 
  • Grundlegendes Technik-Verständnis: Kinder sollen lernen, welche Prozesse im Hintergrund laufen, wie Algorithmen funktionieren, was Datenschutz bedeutet und letztlich, wie sie sich sicher durch das Internet bewegen.
  •  Lebenslanges Lernen: „Die Digitalisierung bringt große Unsicherheiten mit sich“, so Christopher Cederskog von Wonder Workshop. „Daher ist es besonders wichtig, eine Generation heranzuziehen, die keine Angst hat vor Veränderungen. Kinder sollen eine positive Grundhaltung entwickeln und mit gesundem Menschenverstand die Entwicklungen mitgestalten.“
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in folgenden Artikeln:

* Repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts forsa unter 1.025 Eltern schulpflichtiger Kinder im August und September 2017, im Auftrag von scoyo und Wonder Workshop
** FACT-Umfrage unter 587 Kindern im Alter zwischen sechs und 12 Jahren im August und September 2017, im Auftrag von scoyo und Wonder Workshop
Über scoyo Die scoyo GmbH begleitet mit ihren digitalen Angeboten und Services Kinder und deren Eltern entlang des schulischen Bildungsweges und bietet mit der scoyo Lernwelt die Nr.1 Lernplattform für Schüler der Klassen 1-7 in Deutschland. Entwickelt wurde die Online-Lernwelt in Zusammenarbeit mit Pädagogen, Fach- und Mediendidaktikern.

Zugeschnitten auf Schultyp, Klassenstufe und Lehrplan des jeweiligen deutschen Bundeslandes deckt scoyo mit rund 14.000 multimedial aufbereiteten Lernabenteuern, Übungen und Tests den Lerninhalt für etwa 4.000 Schulstunden ab und stellt damit das umfangreichste internetbasierte und lehrplanorientierte Angebot für die Klassen 1-7. Weitere Informationen: www.scoyo.de

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Über Wonder Workshop

Wonder Workshop hat es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe von Lernrobotern Kinder ab 6 Jahren spielerisch ans Programmieren heranzuführen. Das Unternehmen wurde 2012 von Vikas Gupta, Saurabh Gupta und Mikal Greaves im Silicon Valley gegründet – ein Team aus Erfindern, Designern, Programmierern und Eltern. Seit der Veröffentlichung des Lernroboters Dash im Jahr 2014 wurde er mit diversen Preisen ausgezeichnet, während das Unternehmen Bill und Melinda Gates als Unterstützer für sich gewinnen konnte.
Ab 2018 zählen auch Cue, der Lernroboter für Jugendliche ab 11 Jahren, sowie das Dot Creativity Kit zum Produktportfolio von Wonder Workshop. Die Lernroboter kommen in über 12.000 Schulen zum Einsatz und Kinder aus fast 40 Ländern nutzen Wonder Workshop bereits, um auf spielerische Weise ihre Wissbegierde und ihr Selbstvertrauen zu fördern, während sie gleichzeitig die Grundsätze des Programmierens erlernen, einer essentiellen Fähigkeit in unserer immer stärker digitalisierten Welt. 
Mehr Informationen zu Wonder Workshop finden Sie unter https://www.makewonder.de.

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