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Minxli Pressemeldung

Digitalisierung im Gesundheitswesen - über Herausforderungen im Gesundheitsbereich und Chancen der Videosprechstunde

Laut einer Statistik der Bundesärztekammer steigt der medizinische Versorgungsbedarf überproportional zur Zahl der Ärzte. Dies hat zur Folge, dass der Druck und die Arbeitsbelastung bei Ärzten zunehmen – weniger Zeit für umfangreiche Sprechstunden, längere Wartezeiten für Patienten und Überstunden für Mediziner sind die Folge. Eine Lösung für dieses Ungleichgewicht bringt die Telemedizin: Die Videosprechstunde via App ermöglicht Ärzten mehr Flexibilität und führt in Kombination mit traditionellem Arztkontakt zu einer verbesserten Versorgung ihrer Patienten.

München, 29.06.2017 – 

Zypries fordert schnelleren Aufbruch ins digitale Zeitalter

„Die Digitalisierung ermöglicht eine bessere Gesundheitsversorgung – dieses Bewusstsein wird aktuell durch eine Studie des Bitkom bestätigt. Trotzdem geht die Entwicklung nicht so schnell voran, wie es notwendig wäre“, kommentiert Jennifer Kelly, Gründerin von Minxli, die Ergebnisse. Das Technologieunternehmen bringt Patienten, zertifizierte Ärzte und Gesundheitsexperten in einer App für Videosprechstunden zusammen. Die Studie verdeutlicht, dass die Digitalisierung im Gesundheitsbereich Lücken füllt, die das Gesundheitswesen bislang noch offen ließ. 39 Prozent der Befragten befürworten die flächendeckende Versorgung, 53 Prozent erwarten eine deutliche Zeitersparnis für Ärzte. Diese Vorteile werden zum Beispiel durch telemedizinische Anwendungen erreicht: „Videosprechstunden sind eine smarte und innovative Lösung, die zum Beispiel die Versorgung in ländlichen Gegenden vereinfacht. Mehr Effizienz in der Praxis verschafft Ärzten und Gesundheitsexperten mehr Zeit für ihre Patienten“, so Jennifer Kelly. Dr. Klaus Reinhardt, Bundesvorsitzender des Hartmannbundes, ergänzt: „Digitale Anwendungen werden den Arzt nicht ersetzen, aber sinnvoll unterstützen. Die Gesundheitsversorgung wird sich dadurch insgesamt verbessern und flächendeckend gewährleistet bleiben“.

Doch das Tempo der Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft lässt noch zu wünschen übrig, lautete auch das Resümee der Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Darum wurden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 9 Eckpunkte identifiziert, die den technischen Fortschritt im Gesundheitswesen vorantreiben sollen. Gefordert werden insbesondere eine umfassendere Unterstützung von eHealth Start-ups und Erleichterungen für telemedizinische Anwendungen.

Das eHealth Start-up Minxli zu den Herausforderungen im Gesundheitswesen und den Chancen telemedizinischer Anwendungen

Drei Fragen an Jennifer Kelly, Gründerin und CEO von Minxli:


Welche Herausforderungen stehen dem Gesundheitswesen Ihrer Meinung nach bevor?

Jennifer Kelly: Der demografische Wandel und auch ein zunehmender Selbstoptimierungs-Trend sorgen für einen erhöhten Bedarf an Gesundheitsleistungen. Die Zahl der älteren Menschen, die einen erhöhten Versorgungsbedarf haben, steigt. Chronische Krankheiten, die regelmäßige Versorgung und Arztbesuche notwendig machen, nehmen zu – wie zum Beispiel Diabetes. Bei jüngeren Menschen ist das Bewusstsein für die richtige Ernährung und die eigene Gesundheit geschärft. Ärzte und Gesundheitsexperten sind damit gefragter denn je.

Während die Zahl der Ärzte in den Jahren 2005-2015 um 11 Prozent gestiegen ist, haben im gleichen Zeitraum die Behandlungsfälle um das 2,5-fache zugenommen (27 Prozent). Der steigende Bedarf an medizinischer Versorgung kann also nicht ausreichend gedeckt werden. Hinzu kommt, dass sich die Prioritäten bei Jungmedizinern verschoben haben. Laut Bundesärztekammer räumen die angehenden Mediziner der Vereinbarkeit von Familie und Beruf die höchste Priorität ein. Flexibilität und neue Arbeitszeit-Modelle werden verlangt.

Inwiefern können Videosprechstunden dem Versorgungsproblem entgegenwirken?

Jennifer Kelly: Videosprechstunden setzen dort an, wo das bisherige System Lücken aufzeigt und ergänzen das bereits bestehende Angebot. Sie sind nicht nur eine ideale Alternative für Patienten mit langen Anfahrtswegen, für chronisch kranke oder mobil eingeschränkte Patienten oder auch für Eltern, die mit ihren Kindern häufig zu Untersuchungen gehen. Vielmehr verfolgt die Telemedizin einen komplett neuen Behandlungsansatz und um zum Beispiel mit der Videosprechstunde eine bessere gesundheitlichen Versorgung zu erzielen. Das Vorgespräch zu einer Operation kann per Videosprechstunde stattfinden und der Arzt hat ausreichend Zeit für Erklärungen zum Ablauf der OP. Vor allem im Nachhinein lässt sich via Videosprechstunde der Genesungsverlauf des Patienten häufiger und regelmäßiger überprüfen. Etwaigen Komplikationen kann damit schneller Abhilfe geschaffen werden.

Ärzte wiederum können ihre Zeit dank Videosprechstunden effizienter nutzen: Sie können sich auf das Wesentliche, nämlich das Wohl ihrer Patienten, konzentrieren und profitieren trotzdem von einer besseren Work-Life-Balance. Die Arbeitszeiten können flexibler gestaltet werden und auch der Arbeitsort muss nicht immer die Praxis sein. Die Minxli App bietet zudem den Vorteil, dass sich die Gesundheitsexperten in einem Konsil mit Kollegen austauschen und gegenseitig beraten können.

Was würden Sie sich in zeitnaher Zukunft für die Telemedizin wünschen?

Jennifer Kelly: Das Ziel ist letzten Endes doch, ein eingestaubtes Gesundheitswesen zu verbessern und dadurch die bestmögliche Versorgung für Patienten und zudem Entlastung der Ärzte zu gewährleisten. Die Videosprechstunde bietet die Chance, Dinge grundlegend zu ändern und uns diesem Ziel näherzubringen. Frau Zypries sagte erst kürzlich: Man müsse es schaffen, Hemmnisse abzubauen und Innovationen Luft zum Atmen zu geben. Diese Luft zum Atmen wäre für die Videosprechstunde wünschenswert. Ein erster Schritt wäre beispielsweise, das Fernbehandlungsverbot für Ärzte und Patienten zu lockern. Bislang legt diese Regelung noch fest, dass ein physischer Erstkontakt den telemedizinischen Leistungen vorausgehen muss. Entsprechende Forderungen zur Lockerung wurden beim diesjährigen Deutschen Ärztetag aber ja bereits laut. Zudem werden in Baden-Württemberg schon Modellprojekte gefördert, die einen Erstkontakt zwischen Arzt und Patient per Videosprechstunde ermöglichen. Wir freuen uns über diesen ersten Schritt in die richtige Richtung, doch es gibt noch einige Hindernisse, die auf dem Weg der Digitalisierung für eine bessere zukünftige Versorgung der Bevölkerung überwunden werden müssen.

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Über Minxli

Minxli steht für My INspired LIfe und verbindet Patienten, Ärzte und zertifizierte Gesundheitsexperten für sicheres und einfaches Kommunizieren. Das Technologie Start-up ermöglicht Gesundheits- und Arztberatung via Video und Chat - jederzeit und überall. Über die App können Patienten mit nur wenigen Klicks eine Online-Sprechstunde buchen und in Anspruch nehmen. Die App kann kostenlos für iPhone und Android heruntergeladen werden und ist unkompliziert in der Bedienung. Zudem beinhaltet die App für Ärzte einen Terminplaner, die Möglichkeit zum Experten-Konsil mit Kollegen, ein öffentliches Profil sowie als Herzstück den Austausch mit dem Patienten über Videotelefonie, Chat und Fotos.

Minxli wurde im Jahr 2015 von Jennifer Kelly gegründet. Seit 2017 bietet das in München ansässige Unternehmen eine internationale Plattform für Videosprechstunden.

Weitere Informationen zu Minxli finden Sie hier: www.minxli.com

Pressekontakt Minxli

Jennifer Kelly
CEO | Geschäftsführerin
Web: www.minxli.com
E-Mail: press@minxli.com

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