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little ART Pressemeldung

little ART präsentiert Kunstprojekt mit jugendlichen Flüchtlingen: Das Fremde ganz nah

  • Projekt „Willkommenskultur“ 
  • Ausstellungseröffnung am 7. Juli in der Zentrale der GEWOFAG

München, 06.07.2015 – 

Sie haben ihre Heimat verlassen, viele haben dort und auf dem Weg nach Deutschland Schreckliches erlebt: minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge und solche, die mit ihren Familien gekommen sind. Für sie hat little ART, ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Kreativität von Kindern und Jugendlichen, das Kunstprojekt „Willkommenskultur“ initiiert. Seit Januar 2015 besucht ein Künstlerteam von little ART zwei Mal im Monat die Kinder und Jugendlichen in ihrer GEWOFAG Unterkunft und in zwei Übergangsklassen für Flüchtlingskinder an der Mittelschule an der Führichstraße in München-Ramersdorf, um mit ihnen zu malen. Durch künstlerisches Gestalten soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich auszudrücken und sich in ihrer neuen Situation zurecht zu finden. Ab dem 7. Juli wird eine Auswahl der so entstandenen Kunstwerke in einer Ausstellung unter dem Titel „Das Fremde ganz nah“ in der Zentrale der GEWOFAG in der Kirchseeoner Straße 3 gezeigt. 

„Willkommenskultur“ wörtlich genommen 

Das Kulturreferat der Stadt München verfolgte mit der Unterstützung des Projektes „Willkommenskultur“ von Beginn an das Ziel, den jungen Flüchtlingen in ihrem neuen und fremden Umfeld eine Ausdrucksmöglichkeit zu geben, unabhängig von deutschen Sprachkenntnissen. Oberste Priorität ist es, den Jugendlichen zu verdeutlichen: Ihr seid hier willkommen. Durch die Arbeit mit den Künstlern, Designern und ehrenamtlichen Helfern von little ART können die Flüchtlinge ihre traumatischen Erfahrungen wenigstens für ein paar Stunden hinter sich lassen. 

Gleichzeitig soll durch die „Willkommenskultur“ auch die Verbindung zwischen Münchner Bürgern und den Flüchtlingen gestärkt werden. Nach Vorstellung des Projektes schlug den Kindern und Jugendlichen eine Welle der Hilfsbereitschaft entgegen. Viele Bürger meldeten sich und boten ihre Unterstützung an. Auch wenn nicht alle Angebote tatsächlich wahrgenommen werden konnten, setzten die Münchner mit ihrer offenen Haltung ein positives Zeichen. Die Ausstellung „Das Fremde ganz nah“ lässt die Öffentlichkeit nun teilhaben an der Welt der Flüchtlinge, ihre Gedanken, Erfahrungen und Botschaften. Gezeigt werden Bilder, Objekte, Texte und Kunstinstallationen, darunter überdimensionale Werke, die im Raum zu schweben scheinen. Zur Eröffnung werden die Kinder und Jugendlichen außerdem eine Kunstperformance zeigen, die ihre Flucht nach Deutschland symbolisiert. 

Kunst als Selbstausdruck ohne Sprache 

Für Elena Janker, Gründerin und Leiterin von little ART, bedeutet Kunst Selbstausdruck auch ohne Sprache – genau dies soll das Projekt den jungen Flüchtlingen ermöglichen. In einigen Kunstwerken spiegeln sich durchaus Krieg, Trauer und Verzweiflung wider. Nichtsdestotrotz erlebt Elena Janker die meisten Jugendlichen als positive und offene junge Menschen, die von Deutschland eine hohe Meinung haben. „Wir können den Jugendlichen durch das kreative Gestalten ein Gefühl von Freiheit und Willkommen-Sein geben“, erklärt sie. „Zum Beispiel haben wir einmal Ausweise erfunden und gestaltet. Neben ihrem Namen und der Flagge ihres Heimatlandes haben fast alle Jugendlichen auch die deutsche Flagge gemalt.“ 

little ART: Miteinander statt Abgrenzung 

Elena Janker ist bewusst, dass es auch kritische Stimmen hinsichtlich der Aufnahme von Flüchtlingen gibt. Für die anfängliche Unsicherheit dem Fremden gegenüber hat sie Verständnis, jedoch nicht für die generelle Ablehnung der Flüchtlinge. „Wir stehen vor einer Herausforderung, die Welt ist nicht mehr so, wie sie einmal war. Meiner Meinung nach ist jetzt die Zeit für Solidarität gekommen. Wir sollten ein Konzept des Miteinander leben, nicht eines der Abgrenzung.“ Mit little ART soll genau das erreicht werden: „little ART ist Miteinander, ist Herz, ist eine Brücke zu anderen Kulturen. Wir wollen zeigen, dass es besonders in der Welt der Kinder und Jugendlichen eine gemeinsame Basis gibt. Dadurch ist uns das Fremde ganz nah.“  

Die Ausstellung „Das Fremde ganz nah“ eröffnet am 07. Juli 2015 in der Zentrale der Münchner Gewofag, Kirchseeoner Straße 3, und läuft bis zum 24. Juli 2015. Sie ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 19 Uhr und freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen sind auf www.little-art.org zu finden. 
Als größte Vermieterin in München unterstützt die GEWOFAG das Projekt „Willkommenskultur“ in einem ihrer großen Quartiere und stellt beispielsweise die Ausstellungsräume zur Verfügung.

Das Projekt „Willkommenskultur“ wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München. „Es gibt in den Münchner Stadtvierteln ein großes ehrenamtliches Engagement, um geflüchtete Menschen willkommen zu heißen. Dazu gehören auch Kulturangebote. Kulturelle Teilhabemöglichkeiten – insbesondere für Kinder und Jugendliche – sind uns ein wichtiges Anliegen. Daher fördern wir Kunstprojekte wie das von little ART“, so Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München. 

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Das Bildmaterial finden Sie im Internet in hoher Auflösung unter: http://www.www.schwartzpr.de/de/newsroom/pressemeldung.php?we_objectID=3171&kunde=2267

Über little ART

Die im Münchner Künstlerhaus ansässige unabhängige Non-Profit-Organisation little ART e.V. fördert die intellektuelle, emotionale und künstlerische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Mit seinen Projekten und Kunstworkshops verfolgt little ART die Mission, Kindern den Zugang zu ihrer eigenen Kreativität und emotionalen Balance zu öffnen. Weitere Informationen: http://www.little-art.org/

Pressekontakt little ART

little ART
Elena Janker
Tel: +49 89288 065 46
E-Mail: E.Janker@little-art.org
Website www.little-art.org

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