EnOcean Alliance Pressemeldung

EnOcean Alliance bringt Interoperabilität auf nächste Stufe

Generic Profiles definieren eine neue Sprachkonvention für den Datenaustausch in batterielosen Funknetzwerken und ermöglichen damit ein breiteres Spektrum EnOcean-basierter Lösungen

San Ramon, Kalifornien, 14.11.2013 – 

Die EnOcean Alliance hat die erste grundlegende Sprache für die Kommunikation von batterielosen Funklösungen spezifiziert: Generic Profiles. Damit können Hersteller (OEMs) einfacher und schneller neue, interoperable EnOcean-basierte Produkte entwickeln, beispielsweise Multifunktionssensoren. Generic Profiles definieren allgemein gültige grammatikalische Regeln, nach denen Daten für Anwendungen mit besonders niedrigem Energieverbrauch und Energy Harvesting aufbereitet werden. Mithilfe dieser allgemeinen Sprache lässt sich dasselbe Produkt dynamisch auf verschiedene Anwendungen abbilden. Dadurch bieten Generic Profiles einen normierten Weg für zukünftige Applikationen. Eine Zusammenfassung der Generic Profiles findet sich auf www.enocean-alliance.org/de/enocean_standard. Mitglieder der EnOcean Alliance können die Vollversion im Mitgliederportal herunterladen.

Die batterielose Funktechnologie von EnOcean nutzt die Energie aus der Umgebung, um Sensoren und Aktoren mit Strom zu versorgen. Die Lösungen kombinieren dabei die Flexibilität von Funk mit den Vorteilen eines batterielosen und wartungsfreien Betriebs. Durch diese Eigenschaften eignen sich EnOcean-basierte Produkte besonders für Automationssysteme in gewerblich genutzten Gebäuden, in der Industrie, für Smart Homes oder für Machine-to-Machine-Applikationen.

Allgemeine Kommunikationsregeln

Die EnOcean Alliance verzeichnet eine stetig wachsende Anzahl von Anbietern batterieloser Funklösungen. Dadurch entstehen auch immer mehr Anwendungsfälle für die energieautarke Funkkommunikation. Diese sind über die EnOcean Equipment Profiles (EEPs) abgebildet, die den Inhalten für die Kommunikation von einzelnen Applikationen eine Struktur geben. Generic Profiles erweitern jetzt das Spektrum durch die Definition einer verallgemeinerten Sprache. Sie ist besonders für neue batterielose Produktdesigns geeignet, die anwendungsunabhängig kommunizieren sollen.

„Für eine interoperable Kommunikation können neue Produktentwicklungen künftig die generische Systemspezifikation nutzen. Das gilt vor allem für dynamische Lösungen. Das sind beispielsweise Temperatursensoren, die in warmen oder auch in kalten Umgebungen zum Einsatz kommen und dadurch flexibel verschiedenste Temperaturbereiche abdecken müssen. Statt die verschiedenen Anwendungsfälle über mehrere Profile abzubilden, können OEMs dafür jetzt die generische Definition der Sprache einsetzen“, sagt Marian Hönsch, Product Marketing – Software Architekt, EnOcean GmbH, und Generic Profiles Teamleiter, EnOcean Alliance. „Je nach Anwendungsfall haben OEMs also die Wahl, spezifische EEPs, Generic Profiles oder auch beide zu integrieren.”

Integrierter Ansatz

In Netzwerken lassen sich EEP-basierte Geräte mit Produkten, die Generic Profiles verwenden, kombinieren. In diesem Fall muss nur die Empfangsseite, z.B. eine zentrale Steuerung, beide Funkschnittstellen abbilden. Verdrahtete Systeme, die batterielosen Funk verarbeiten, können unverändert bleiben, da die Datenschnittstelle transparent bleibt. Das führt zu einer einzigartigen Flexibilität bei neuen, batterielosen Produktentwicklungen und garantiert gleichzeitig die Zukunftssicherheit existierender Lösungen.

Durch Generic Profiles können z.B. Multifunktionssensoren, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Präsenz erfassen, ihr Format der Datenkommunikation selbst beschreiben. Dabei werden die Informationen über die Datenstruktur im Einlerntelegramm dem empfangenden System übermittelt und auf der Applikationsebene verbunden. Die Anwendung passt sich automatisch der generischen Definition an und informiert den Sensor, welche Werte sie benötigt oder verarbeiten kann. Falls Geräte bidirektional arbeiten, können beide die akzeptierten Kanäle in einem Dialog festlegen.

Zukunftssichere Interoperabilität

„Generic Profiles ermöglichen eine einfachere und schnellere Produktentwicklung, stellen jedoch eine höhere Anforderung an die Produktzertifizierung. Das ist ein signifikanter Schritt, um die Interoperabilität zukünftiger batterieloser Funklösungen sicherzustellen – auch bei immer mehr verschiedenen Anwendungsvarianten“, sagt Norbert Metzner, Chairman Technical Working Group, EnOcean Alliance, und Leiter Entwicklung, MSR Solutions GmbH. „Führende Mitglieder der EnOcean Alliance haben ihr Implementierungs-Know-how in diese neue Konventionsspezifikation eingebracht. Das ebnet Generic Profiles den Weg für eine breite Akzeptanz in der Automationsbranche.”

Über EnOcean Alliance

Die EnOcean GmbH ist der Entwickler der patentierten batterielosen Funktechnologie, die unter der Marke Dolphin vertrieben wird. Das Unternehmen mit Sitz in Oberhaching bei München produziert und vertreibt wartungsfreie Funksensorlösungen für batterielose Anwendungen im Internet der Dinge, die für die Gebäude- und Industrieautomation, das Smart Home und die LED-Lichtsteuerung eingesetzt werden. Die Produkte von EnOcean basieren auf miniaturisierten Energiewandlern, äußerst stromsparender Elektronik und zuverlässiger Funktechnik auf Basis offener Standards. Führende Produkthersteller setzen für ihre Systemlösungen seit 15 Jahren auf die Funkmodule von EnOcean und haben weltweit bereits mehrere hunderttausend Gebäude ausgestattet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.enocean.de.

Pressekontakt EnOcean Alliance

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