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Pressemeldung

Air Baltic: Grünes Fliegen erfolgreich getestet


Riga/Berlin, 22.08.2013 – 

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic (www.airBaltic.com) hat im Rahmen des AMBER-Projekts* (Ankunfts-Modernisierung für eine bessere Effizienz in Riga) einen Demonstrationsflug mit der Bombardier Q400 NextGen Maschine erfolgreich durchgeführt.

Kapitän Pauls Calitis, Vice President Flight Operations bei Air Baltic, freut sich über den Erfolg des Testflugs: “Als Leiter des AMBER Projektes bin ich besonders stolz auf diese Errungenschaft, die uns den ersten ‚grünen’ Flügen mit Turboprop-Flugzeugen in Europa näherbringt. Seit fast zwei Jahren gibt es die AMBER Idee – jetzt haben wir mit dem ersten Flug mit fortschrittlicher Navigationstechnik einen Meilenstein in lettischer und europäischer Luftfahrt gesetzt. In den kommenden Monaten wird Air Baltic beginnen, diese speziellen Landeanflüge auch im täglichen Flugverkehr umzusetzen. Wir werden damit die ersten sein, die die Effizienz und den ökologischen Nutzen des satellitengesteuerten Landeanflugs von Turboprops demonstrieren. Ein besonderer Dank geht an Air Baltic und unsere Partner bei LGS, der Flugsicherungsorganisation Lettlands, und der Civil Aviation Agency, die alle zu dieser bedeutenden Leistung der Luftfahrt beigetragen haben.“

In Lettland war dies der erste satellitengesteuerte Anflug einer Bombardier Q400 von Air Baltic. Die speziell trainierte Crew führte Landeanflüge von jeder der fünf neuen AMBER Flugkurven durch. Im Anschluss berichteten sie, dass alles gut und erwartungsgemäß funktioniert habe. Die neuen AMBER Landeanflüge seien besonders angenehm zu fliegen.

Im Frühjahr hat Air Baltic im Zusammenschluss mit Airbus ProSky (eine Airbus Tochter, die auf Flugverkehrsmanagement spezialisiert ist) und der Flugsicherungsorganisation Lettlands LGS ein neues Projekt im Rahmen der Initiative AIRE (Atlantic Interoperability Initiative to Reduce Emissions) gestartet, um Europas erste grüne Flüge mit Turboprop-Flugzeugen durchzuführen. Das AMBER Projekt etabliert dazu am Flughafen Riga neue Anflugverfahren, um Flüge über Wohngebiete zu vermeiden und damit die Lärmbelastung für die Menschen in der Region zu vermindern. Zusätzlich können dadurch Kraftstoffverbrauch und Emissionen eingespart werden. Im Gegensatz zu den jetzt geflogenen Strecken, werden die neuen Anflugswege um bis zu 30 Seemeilen kürzer. Auf jedem Q400 Flug ermöglicht das eine CO2-Austoß-Reduzierung von bis zu 300kg.

„Die neuen Verfahren für umweltfreundlichere Flüge, die mit den Bombardier Q400 Next Gen Turboprops durchgeführt werden, stehen letztlich allen Fluggesellschaftenzur Verfügung, die mit den entsprechend ausgestatteten Flugzeugen nach Riga fliegen. Auch für unsere neuen Bombardier CSeries-Maschinen wird dieses Verfahren ermöglicht. Ab 2015 stehen diese Flugzeuge zur Verfügung und werden durch ihren äußerst geringen Treibstoffverbrauch weitere Vorteile bringen“, erklärt Kapitän Pauls Calitis, Vice President Flight Operations von Air Baltic.

Die anfängliche Gestaltungs- und Simulationstestphase im AMBER-Projekt wurde im ersten Halbjahr von 2013 durchgeführt. Piloten und Fluglotsen wurden an Simulatoren in realistischen Szenarien für dieses neue Verfahren ausgebildet. Im Laufe des Jahres sollen etwa 100 Flugversuche durchgeführt und die CO2-Einsparungen analysiert werden, die als Grundlage für grüne Turboprop-Operationen dienen.

Das AMBER-Projekt wird von Air Baltic in Zusammenarbeit mit Airbus ProSky und LGS durchgeführt. Sponsor ist das Forschungsprogramm zum Luftverkehrsleitsystem für den einheitlichen europäischen Luftraum SESAR. Mit diesem Projekt wird SESAR zeigen können, dass sich die gesamte gewerbliche Luftfahrt, einschließlich regionaler Flüge, umgestalten lässt, um die Auswirkungen auf die Umwelt deutlich reduzieren zu können.

Von ihrem Heimatflughafen Riga bedient Air Baltic über 60 Destinationen. Über das Drehkreuz Riga erhalten Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bequem Anschluss zum Streckennetz von Air Baltic in Europa, der GUS, dem Nahen Osten und Zentralasien, darunter viele Ziele in Skandinavien und Russland.

*DETAILED INFORMATION: SESAR-sponsored “AMBER” Project

The AMBER project is one the SESAR-sponsored projects introducing innovative initiatives to demonstrate the sustainability of the aviation industry, and achieving environmental benefits with improved and tailored ATM procedures.

The main objective of the AMBER (Arrival Modernization for Better Efficiency in Riga) project is to introduce PBN arrival procedures at Riga International Airport, to reduce CO2 emissions and noise levels at the airport and close vicinity, especially in the touristic Jurmala area located on the coastline of Latvia, north west of the airport. This project will be achieved by demonstrating green flights using the Bombardier Q400, a first in Europe with a regional aircraft flying PBN procedures. The main routes flown by airBaltic’s Q400 fleet (such as Vilnius-Riga or Warsaw-Riga) will be used as a benchmark for comparison of the CO2 emissions. Introducing PBN for Riga arrivals will enable to avoid flying over the touristic Jurmala area and, instead of flying a long radar vectored path over the Baltic Sea, will go directly to the runway by using the flexibility of a Radius-to-Fix (RF) leg and fully-guided procedures flown using the aircraft’s autopilot, thus reducing the flight crew’s workload in the approach phase of flight.

The new trajectory will be up to 30NM shorter than what is being flown today. The PBN approaches will also allow for Continuous Descent Operations (CDO) from the cruise to the final approach, thus further optimizing the efficiency of the operation compared to today’s procedures. These procedures will also be designed to be used by common jetliners such as Airbus and Boeing aircraft to ensure that, in the long run, any operator flying to Riga with the required aircraft equipment, will be able to benefit from these enhanced arrivals. The procedures will also be suitable for the brand new Bombardier C-Series aircraft that Air Baltic will operate from 2015.

The AMBER project’s Kick-Off Meeting was held on October 4, 2012 in Riga with all the stakeholders present. Having on board the Air Navigation Service Provider, the Airline, the ATC, the Aviation Regulator and the airport authority is the best approach to really deliver performance improvement to the Air traffic Management.

Performance-Based approach is a key element to support the decongestion of the busy terminal areas and increase the Air Traffic Management fuel efficiency in Europe.

Initial design and simulator testing phase has been carried out in the first half of 2013. Pilots and Air Traffic Controllers have been specifically trained on realistic simulators for the new procedures. A target of 100 flight trials will be carried out over 2013, and the CO2 savings will be analysed and published as a baseline for PBN & CDO implementation for turboprop operations.

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